





Wie jeder andere Fußboden verlangt auch Parkett eine gewisse Pflege. Der Pflegeaufwand ist jedoch relativ gering und einfach. Die erste Voraussetzung für die Pflege und Erhaltung eines Parkettbodens ist ein richtiges und ausgeglichenes Raumklima (55-65 % relative Luftfeuchtigkeit bei ca. 20°C). Diese Werte entsprechen auch einem gesunden Wohnklima. Bis zur vollen Aushärtung der Versiegelung (ca. 8-10 Tage) sollten stärkere Beanspruchungen des Bodens vermieden werden. Ebenfalls sollte der Boden während dieser Zeit noch nicht mit Pflegemitteln behandelt werden. Bei Parkett reicht die Reinigung und Pflege vom täglichen Moppen über ein Abkehren mit einem angefeuchteten Tuch bis hin zur Nachpflege mit Wachs und Polish. Dies je nach Beanspruchung und Verschmutzung des Bodens. Besonders in der ersten Zeit sollten Parkettböden etwas intensiver mit Wachs gepflegt werden, dam it eine Schutzschicht für die Versiegelung entsteht. Zur Vermeidung von Rutschgefahr kann rutschhemmendes Polish aufgetragen werden. Fettflecken, Absatzstriche und andere starke festhaftende Verschmutzungen werden mit Iösemittelhaltigen Reinigern oder flüssigen Iösemittelhaltigen Pflegewachsen entfernt, sofern dies nicht schon mit Polish erreicht wird.
Keine Stahlspäne verwenden! Es sollten nur speziell für Parkettböden hergestellte und geeignete Reinigungs- und Pflegemittel verwendet werden. Diese Materialien erhalten Sie in Ihrem Parkett-Fachgeschäft.
Dunkle Holzer wie Rauchereiche und Wenge sollten nicht mit hellem Polish oder Wachs gepflegt werden, da sich diese in den Poren und Haarfugen des Holzes hell abzeichnen und die Flächen vergrauen. Die Pflege dieser Parkett- und Holzpflasterflächen erfolgt mit hierfür speziell hergestellten lösungsmittelfreien Pflegemitteln. Zunächst werden lose Schmutzpartikel durch Abfegen oder Moppen beseitigt. Bei Bedarf kann die Flache auch nebelfeucht mit klarem Wasser gewischt werden. Die eigentliche Pflege erfolgt mit unverdünntem Spezial-Polish (schwarz) durch hauchdünnes Auftragen, wobei stärkere Verschmutzungen durch Ausreiben beseitigt werden. Je nach Bedarf ist "Polish" oder bei Rutschgefahr "Polish-Stop" einzusetzen. Je nach Grad der Beanspruchung sollte die Fläche von Zeit zu Zeit mit einem speziellen Hartwachs (schwarz) behandelt werden. Hierdurch wird ein zusätzlicher Schutzfilm aufgebaut und durch Klimaschwankungen entstehende Haarfugen geschlossen. Wichtige Voraussetzung für die Werterhaltung der Parkett- und Holzpflasterböden ist die Vermeidung extremer Raumklimaschwankungen Ober längere Zeitraume. Die Werte sollten etwa bei 20°C und 55-65 % relativer Luftfeuchte liegen.
Pflegeanleitung für versiegelte Holzböden
Allgemeines
Der natürliche Wuchs und die Struktur des Holzes verleihen Holzböden ihre
besondere Note. Durch die Versiegelung sind sie gegen das Eindringen von
Schmutz und Flüssigkeiten geschützt. Reinigung und Pflege lassen sich daher
einfach und mühelos sowohl mit lösemittelfreien als auch lösemittelhaltigen
Parkettpflegemitteln durchführen. Keine Stahl späne verwenden!
Neuversiegelte Holzfußböden dürfen frühestens einen Tag nach der
Versiegelung begangen (also noch nicht in Betrieb genommen) werden. Eine
größtmögliche Schonung in den ersten Tagen erhöht die Lebensdauer der
Versiegelung. Die volle Beanspruchung soll frühestens nach 8 Tagen, besser erst
nach 14 Tagen erfolgen.
Teppiche sollen grundsätzlich in den ersten Wochen noch nicht verlegt
werden. Möbel und andere schwere Einrichtungsgegenstände sind vor sichtig
einzubringen.
In den ersten Wochen soll nur trocken gereinigt werden. Vor der ersten
stärkeren Beanspruchung ist eine Pflege durchzuführen.
Je nach Zweckbestimmung des Bodens, den Anforderungen an die Beschaffenheit
der Oberfläche und dem Abnutzungszustand kommen für die Reinigung und Pflege
zwei unterschiedliche Arbeitsweisen in Frage.
Arbeitsweise I
Voraussetzungen
Nach der Arbeitsweise 1 sollte verfahren werden, wenn
eine relativ stumpfe Oberfläche gewünscht wird (z. B. wegen Rutschgefahr)
und
— ein geschlossener Versiegelungsfilm ohne Beschädigungen vorhanden ist.
(Bei Beschädigungen besteht die Gefahr, dass aus flüssigen Pflegemitteln Wasser
eindringt und das Holz vergraut.)
Sofern der Versiegelungsfilm Schad stellen aufweist, kommt entweder die
Arbeitsweise II in Frage, oder es muss gegebenenfalls nachversiegelt werden.
Pflegemittel
Eine stumpfe Oberfläche erfordert die Verwendung Iösemittelfreier
flüssiger Parkettpflegemittel. Lediglich zur Grundreinigung können mit
Wasser mischbare, lösemittelhaltige Reiniger verwendet werden.
Unterhaltsreinigung
Loser Schmutz und Sand sollten um gehend mit Mopp, Besen oder Staubsauger
entfernt werden. Anhaften- der Schmutz lässt sich durch nebelfeuchtes Wischen
entfernen. Durch Zugabe eines lösemitteifreien Parkettpflegemittels zum
Putzwasser wird der Boden gleichzeitig mit der Reinigung auch gepflegt.
Grundreinigung
Grundreinigungen, gleich ob manuell oder maschinell, sollten möglichst
wenig durchgeführt werden, und zwar nur dann, wenn der Boden starke,
festhaftende Verschmutzungen aufweist, die sich bei der Unterhaltsreinigung
nicht mehr entfernen lassen. Zur Grundreinigung eignen sich mit Wasser
mischbare, lösemittelhaltige Reiniger.
Bei der Reinigung darf der Boden nicht mit Wasser überschwemmt werden, da
sonst Schäden durch Holzquellung entstehen können. Deshalb ist die
Reinigungslösung sofort wieder aufzunehmen.
Pflege
Die Pflege (Vollpflege) erfolgt mit einem unverdünnten, lösemittelfreien
Parkettpflegemittel. Sie ist nur nach der Grundreinigung erforderlich.
|
Häufigkeit der Reinigung und
Pflege |
|
|
|
|
|
Unterhaltsreinigung |
Grundreinigung |
Vollpflege |
|
|
im Feuchtwischverfahren |
|
|
|
Mäßig beanspruchte Boden |
je nach Beanspruchung |
je nach Beanspruchung |
nach jeder |
|
z. B. Wohn- und Schlafraume, |
|
etwa alle 12 Monate |
Grundreinigung |
|
Büroraume ohne Publikumsverkehr |
|
|
|
|
Mittelstark beanspruchte
Boden |
alle 2 - 4 Wochen |
je nach
Beanspruchung |
Nach jeder |
|
z. B. Korridore, Treppen, |
stark beanspruchte Stellen |
etwa
alle 6 - 12 Monate |
Grundreinigung |
|
Büroraume mit Publikumsverkehr |
auch häufiger |
|
|
|
Besonders stark |
Alle 8 Tage |
je nach Beanspruchung |
Nach jeder |
|
beanspruchte Boden |
meistbeanspruchte Stellen |
etwa alle 3 - 6 Monate |
Grundreinigung |
|
z. B. Gaststatten,
Ladengeschäfte, |
häufiger |
|
|
|
Kaufhäuser, Kasernen, Schulen |
|
|
|
|
Turnhallen |
je nach Beanspruchung |
je nach Beanspruchung |
Nach jeder |
|
und Mehrzweckhallen |
|
etwaalle6 Monate |
Grundreinigung |
Arbeitsweise II
Voraussetzungen
Nach der Arbeitsweise II sollte verfahren werden, wenn
— der Versiegelungsfilm in stark strapazierten Flächen schadhaft ist
und/oder
— ein höheres Gleitvermögen gewünscht bzw. akzeptiert wird.
Pflegemittel
Unter den vorstehend genannten Voraussetzungen sind lösemittelhaltige,
flüssige Parkettpflegemittel vor zuziehen.
Unterhaltsreinigung
Loser Schmutz und Sand sollten um gehend mit Mopp, Besen oder Staubsauger
entfernt werden. Anhaften- der Schmutz lässt sich durch nebelfeuchtes Wischen
entfernen.
Fettflecke, Absatzstriche und andere starke, festhaftende Verschmutzungen
werden mit lösemittelhaltigen Reinigern oder mit flüssigen, lösemittelhaltigen
Parkettpf!egemitteln entfernt. Diese Stellen soll ten nach der Behandlung
auspoliert werden.
Grundreinigung
Eine manuelle oder maschinelle Grundreinigung ist von Zeit zu Zeit
durchzuführen, um den alten Wachs- film mit dem darin enthaltenen Schmutz
gründlich zu entfernen. Da für eignen sich flüssige, lösemittelhaltige
Bodenreiniger.
Pflege
Die Pflege erfolgt mit flüssigen, löse mittelhaltigen Parkettpflegemitteln.
Stets hauchdünn auftragen und so fort nach dem Trocknen bohnern. Nur bei Bedarf
nachwachsen. Es sollte immer ein hauchdünner Wachsfilm vorhanden sein.
Allgemeine Hinweise
Die Versiegelung unterliegt je nach Beanspruchung einem natürlichen
Verschleiß. Deshalb ist eine regelmäßige Pflege gemäß DIN 18356 dringend
erforderlich. Wenn der Versiegelungsfilm durchgetreten ist, muss geschliffen
und versiegelt wer den. Die Versiegelung ist eine handwerkliche Arbeit. Dies
bedingt, dass kleine Störungen in der Oberfläche auftreten können, z. B.
Staubpartikel. Auf die Haltbarkeit des Bodens hat dies keinen Einfluss.
Die Werterhaltung des Holzfußbodens und das Wohlbefinden des Menschen
erfordern die Beachtung eines gesunden Raumklimas (20° C und 65 % relative
Luftfeuchtigkeit).